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Räbloch-Schlucht

 

Die Schlucht entstand unter Gletschereis

Noch in der letzten Eiszeit war das Rebloch, im Gegensatz zum übrigen Emmental, eisbedeckt. Der Emmegletscher reichte bis zum Nordende des Siehenplateaus beim Chnubel.

Während den Eiszeiten folgten Eisstrom und Wasser natürlich den tektonisch vorgegebenen Spalten und verbreiterten und vertieften sie. Die wirklich schluchtartigen Teile des Reblochs, das heisst die tiefsten 40 bis 70 Meter, sind nach heutigen Erkenntnissen unter dem Gletschereis entstanden.

 

Über die Naturbrücke mit Blick in die Schlucht

Die Naturbrücke hat ihren Ursprung in einem seitlichen Abspalten und Abrutschen eines Nagelfluhpaketes, welches schliesslich zwischen beiden Schluchtwänden eingeklemmt wurde.

 

„Wem es nicht bangt hinüberzuschreiten und das Auge in den Abgrund tauchen zu lassen, gehört schon zu den beherzteren Menschen und braucht keine Fegefeuer mehr zu fürchten ..“ (E.A. Türler 1887)

 

Heute führt ein gut gesicherter Wanderweg vom Naturschutzgebiet Steinmösli (Parkplatz) bis zur Naturbrücke (ein Weg ca. 20 min.) und von dort weiter Richtung Pfaffenmoos.

 

  

 

Unter der Naturbrücke durch die Schlucht

Diese Tour führt Wagemutige schwimmend und im Bachbett wandernd oder im Frühling per Kanu vom Einstieg im Räbeli (Gemeindegrenze zu Schangnau) durch die Emmeschlucht bis ins Eggiwil.

 

 

 

Die Durchquerung erfolgt auf eigenes Risiko! Allen Unerfahrenen raten wir von einer selbständigen Durchquerung des Räblochs ab!

 

Mehrmals müssen Teilstücke schwimmend zurückgelegt werden.

→ Unterkühlungsgefahr

 

Die engste Stelle ist nur knapp 1.5 Meter breit, aber sehr tief. Oft ist der Durchlass auch mit Schwemmholz verstopft. Versuchen Sie niemals einen allfälligen "Schwemmholzteppich" vor dem Durchlass zu überklettern. Kehren Sie unter diesen Umständen besser wieder um. Zudem besteht die Gefahr von unterirdischen Strömungen und nicht sichtbaren Wasserwirbel.

→ Lebensgefahr ! 

 

Steinschlag von den Nagelfluhwänden ist nicht auszuschliessen

→ Helm tragen empfohlen

 

Eine stabile Wetterlage ist Voraussetzung!
 

Ein im Räbloch nicht sichtbares Gewitter im Bereich Schangnau/Hohgant, kann die Emme innert kurzer Zeit in einen reissenden Strom verwandeln („Aaschutz“)!!!

 

Geologischer Streifzug durch das Emmental

(Bericht aus der Wochen-Zeitung)